DIe GESCHICHTE VON KONgenshus

Die Geschichte von Kongenshus ist die Geschichte der Kultivierung der dänischen Heidelandschaft.

Ende des 18. Jahrhunderts waren beinahe 1 Million Hektar der Landfläche Dänemarks Heideland. Einzelne Regionen waren nahezu unbewohnte Wildnis. Die großen Heidegebiete, auch Allmenden genannt, gehörten nach alter Rechtsauffassung der Krone. Wenn ein Hof verlassen wurde, fiel er wieder an den König zurück.

Die Heide von Kongenshus ist ein Teil des großen Heidegebiets Alhede, das königliche Wildbahn war.

 

Versuche, die Heide in fruchtbares Ackerland zu verwandeln, wurden bereits 1723 unternommen. König Frederik V. gab einen Erlass aus, der all jenen, die den Mut hatten, die Heide urbar zu machen, u. a. Steuerfreiheit, die Befreiung von der Einberufung zum Militärdienst sowie andere Vorteile versprach.

Jedoch erst nach einem neuen königlichen Erlass 1751 begann sich etwas zu regen. Zu diesem Zeitpunkt waren nämlich die ersten dänischen Zeitungen erschienen, und so erhielt der neue Erlass weitaus größere Aufmerksamkeit als der erste.

Die jüngere geschichte des gedenkparks

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Der Gedenkpark „Kongenshus Mindepark for Hedens Opdyrkere“ hat sich zum Ziel gesetzt, an die Heidekolonisten zu erinnern, die den harten Boden in eine fruchtbare Landschaft verwandelten.

1934 äußerte Laust Nørskov, Folketingsabgeordneter und Vorstandsvorsitzender der Heidegesellschaft Hedebruget, in einem Rundfunkbeitrag seine Ideen zu einem Gedenkpark.

Die dänischen Heidegesellschaften Hedeselskabet und Hedebruget nahmen diese Idee auf. Am 11. Dezember 1937 konnten alle Zeitungen des Landes über die Pläne dieser Gesellschaften zur Realisierung eines Gedenkparks berichten.

 

Die Mittel zur Einrichtung eines Gedenkparks sollten im Rahmen einer landesweiten Spendensammelaktion aufgebracht werden, um geeignete Flächen kaufen zu können.

Hierfür kamen mehrere Flächen in Frage – unter anderem das Gebiet um Kongenshus, das allerdings dem Großhändler Charles H. Christensen aus Kopenhagen gehörte und nicht zum Verkauf stand. Als Charles H. Christensen 1940 starb, beschlossen seine Nachlassverwalter jedoch im darauf folgenden Jahr, Kongenshus an die A/S Jydsk Landvinding zu verkaufen, die die Flächen dem Gedenkpark-Komitee anschließend zum gleichen Preis anbot, zu dem sie das Grundstück erworben hatte – ca. 250.000 Kronen.

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1942
Durch staatliche Zuschüsse, Beiträge der Viborg Kommune, von Hedeselskabet und Hedebruget sowie durch eine landesweite Spendensammelaktion kommt ein Betrag in Höhe von 295.000 Kronen zusammen, so dass man 1942 die selbstständige Stiftung „Kongenshus Mindepark for Hedens Opdyrkere“ errichten kann.

1.200 Hektar Heide werden unter Naturschutz gestellt, und man beginnt mit der Planung des Gedenkparks.

1953
Kongenshus Mindepark wird am 10. Juni 1953 von König Frederik IX. und Königin Ingrid eingeweiht.

1974
Für den Gedenkpark wird ein Museum gebaut. Das Museum illustriert außer den Leistungen der Heidepioniere auch das Tier- und Pflanzenleben.

 

1978
25 Jahre nach der Einweihung haben ca. 1 Million Menschen den Kongenshus Mindepark besucht.

2003
In diesem Jahr wird das 50-jährige Jubiläum des Kongenshus Mindepark begangen und aus diesem Anlass das Buch „Det begyndte på Kongenshus“ von Gert Lynge Sørensen herausgegeben.

2005
2005 wird im Gedenkpark ein neues Naturzentrum eröffnet, in dem die Besucher einen Einblick in die Natur- und Kulturgeschichte der Heide erhalten.


 

 

Von Kahlen
- der Kapitän aus Mecklenburg

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Erst mit dem deutschen Kapitän Ludvig von Kahlen aus Mecklenburg nahmen die Versuche, die Heide urbar zu machen, konkrete Formen an. Man überließ ihm die Heide kostenlos, und er baute sich ein Haus, das er „Kongenshus“ taufte.

Von Kahlen warb mehrere Familien aus seinem Heimatland an und ließ sie in die Heide von Kongenshus kommen. Diese Familien hatten jedoch große Probleme, sich dort einzuleben. Sie fanden nicht die guten Bedingungen für die Kultivierung des Bodens vor, die ihnen versprochen worden waren. Gleichzeitig erfuhren sie von den einheimischen Heidebauern, dass ein Getreideanbau in dieser Region niemals möglich sein würde.

Bereits nach acht Tagen wollten sie wieder nach Hause. 

Die deutschen Kolonisten flohen bei Nacht und Nebel, und von Kahlen versuchte vergeblich, dies mit bewaffneten Nachtwachen zu verhindern. Schließlich endete es damit, dass jeder Familie Geld ausbezahlt wurde, um nach Hause zurückkehren zu können.

Ludvig von Kahlen versuchte es anschließend mit dänischen Arbeitern und Dienstboten, aber auch diese konnte er nicht halten. Von Kahlen arbeitete selbst in den nächsten Jahren weiter, seine Anstrengungen lohnten sich für ihn jedoch kaum.

1766 wurde sein Antrag bewilligt, von den Kultivierungsversuchen freigestellt zu werden. Somit konnte er Kongenshus verlassen, wo deutlich zu sehen war, dass er vor der Heide kapituliert hatte.

 

 

 

Praktische Informationen

 

Eintritt
Der Eintritt zum Gedenkpark ist frei. An den Eingängen zum Gedenkpark und am Aussichtsturm stehen Schilder mit Übersichtskarten. Von dort können Sie markierten Rundwanderwegen durch das Heidegebiet folgen. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Natur und auf die Schafe: Hunde sind an der Leine zu führen.

Parken
Parkplätze gibt es am Kongenshus Kro & Hotel sowie am Aussichtsturm. Die Einfahrt zum Gedenkpark ist für Pkw und Busse kostenlos.


Menschen mit Mobilitätseinschränkungen
Das Naturzentrum und einer der Naturpfade sind für Rollstuhlfahrer und andere mobilitätseingeschränkte Personen ausgelegt. Der Aussichtsturm ist außerdem mit einem Fahrstuhl ausgestattet, der bis zur Aussichtsplattform in sechs Metern Höhe führt.

Essen im Freien
Ihr Essen können Sie auf der Picknickfläche am Aussichtsturm genießen. Außerdem wurde an den Unterständen hinter dem Aussichtsturm ein Lagerfeuerplatz angelegt. Nehmen Sie bitte Rücksicht auf die Natur, Sie wird es Ihnen danken.

sO FINDEN SIE DEN park

Her finder du Kongenshus Mindepark

The Memorial Park

Kongenshus Memorial Park

Vestre Skivevej 142
Daugbjerg
DK-8800 Viborg

Tlf. 8728 1013
kongenshus@kongenshus.dk

Nature Centre

Kongenshus NaturE centre

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Daugbjerg
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The Inn and hotel

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Tlf. 97 54 81 25
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